Ich genieße das Leben in vollen Zügen.

scribble

Vor allem im Sommer, wenn der DB Regio wieder nach warmen Käse riecht. Warmer Käse nicht im Sinne von schonend erhitztem Fonduekäse, der auf einem knusprigen Brotstück zerläuft. Warmer Käse im Sinne von Schulbroten im unteren Bereich des 4-You Rucksackes einer Sechstklässlerin. Diese abstrakt geformten Käseplaneten, dessen Bewohner »katrewaneuf« brüllen, um mir dann ihre ungewaschenen Füße unter die Nase zu reiben.

Warmer Käse. So unterschiedlich können Assoziation zu einem recht langweiligem Objekt sein. Das Leben in vollen Zügen zu genießen ist auch Ansichtssache. Die einen finden nämlich warmen Käse oder volle Züge scheiße, währen andere Menschen sich auf das Fondue freuen oder einen tiefen Atemzug nehmen. Alles ist Ansichtssache. Eine Postkarte ist auch eine Ansichtssache.

Die Aussage dieses Textes ist Ansichtssache. Was will er sagen? Will er überhaupt etwas sagen? Oder will er nur mit dem Popo wackeln und abgeschleppt werden?

Ich bin nüchtern. Stelle mir diese Fragen. Bin ich auch eine Ansichtssache? Schauen mich Menschen gerne an? Ich jedenfalls schaue Menschen gerne an. Manchmal finde ich dann ein Detail an einem Menschen komisch – zum Beispiel wenn jemand schielt. Dann frage ich mich was wohl das Besondere an diesem Menschen ist. Und mir fällt auf: Es ist das Schielen. Völlig egal ob es mich stört oder nicht. Vor allem wenn es sich um das Sehorgan handelt ist es eine Ansichtssache.

Willst du auch etwas sagen oder nur mit dem Popo wackeln und abgeschleppt werden? Jedenfalls bist du für mich eine astreine Ansichtssache. Mehr noch als eine Postkarte. Lass uns knutschen. Nicht um des Küssens willen, sondern weil ich dich dann von ganz nah anschauen kann. Eine Makroaufnahme deines Gesichts. Astreine Ansichtssache.

Beim Verein zur Erhaltung des Fernsehturms gibt es ein Los zu gewinnen. Ein Aussichtslos. Da kannst du dann dein Aussichtslos gegen eine Aussicht einlösen. Lustig. Und das ist aber dann eher eine Aussichtssache.

Ist das noch eine Geschichte? Weis niemand. Ansichtssache.

Kann man eigentlich alles relativieren indem man „Ansichtssache“ dazu sagt. Ja. Oder? Ansichtssache.

Man muss sich also nie festlegen. Wenn doch alles im Auge des Betrachters liegt. Stelle ich mir aber auch anstrengend vor. So auf einem Auge zu liegen. Vor allem wenn es ein Auge eines Betrachters ist. Eine Auge dass dich also ständig anschaut während du auf ihm drauf liegst.

Schluss mit dem Quatsch. Wo soll das hinführen? Habe ich jemals einen so konfusen Text geschrieben? Und lese ich ihn wirklich gerade vor? Scheiße. Jetzt kann ich aber auch nicht mehr zurück. Jetzt wollt ihr ja auch wissen wie dieser Blödsinn weitergeht. Wie dieser Text eine überraschende Wendung nimmt, um eine gesellschaftlich relevante Aussage mit moralischem Gewicht zu machen. Mit einem leicht humoristischen Beigeschmack damit wir unsere gute Laune nicht verlieren aber dennoch etwas zum Nachdenken mit nach Hause nehmen. Das wird wohl nichts. Aber auch das ist Ansichtssache.

Eigentlich wollte ich euch eh nur meine Zeichnung zeigen.

Gruß
Rebekka

 

 

 

 

 

 

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