Zwischenkunst.

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Bei meinem letzten Besuch einer Museumsausstellung, galt mein Interesse ursprünglich und naheliegend: Den Gemälden und Kunstobjekten dieser jenen Museumsausstellung. Alles kam anders.

Sie tragen eine rotgefärbte Kurzhaarfrisur, engsitzende Hosenanzüge und kleine vergoldete Modeschmuck-Uhren. Sie sind eine Parallelausstellung zwischen Gemälden großartig berühmter Maler. Keiner nimmt sie wahr, doch sie beobachten alles ganz genau.

Es sind die Museumswärterinnen. Wie modelliert, auf viel zu kleinen Stühlen in viel zu hohen Räumen. Neben Aktgemälden junger, fülliger Frauen mit Blumen im Haar und Trauben im Mund, wirken sie konstant konträr.

Was könnten uns diese Museumswärterinnen von Kunst erzählen? Kennen sie nicht jede Farbnuance ihrer Schutzbefohlenen, jeden Blick der ihnen anvertrauten Portraits? Sie sind die unentdeckten Schülerinnen der großen Meister. Geduldig und Zeitlos, ergeben sie ein eigenes Bild. Stille Exponate, dominierend über alle Stilepochen der Kunst.

Hier meine Fotoreihe: »Zwischen Kunst.«

 

Lieben Gruß

Rebekka

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