angenommen.

Da wo du willkommen bist, ist dein Zuhause, proklamiert uns die nette Merci-Werbung. Nur heißen dich viele willkommen. Freunde, Sekten, die NPD oder Greenpeace zum Beispiel (Ohne diese Institutionen jetzt in eine Schublade stecken zu wollen). Am liebsten haben Sie uns alleidrings mit einer zeitlich unbegrenzten Mitgliedschaft und einer Einzugsermächtigung für die 100.000 € Monats-Gebühr.

Angenommen und willkommen zu sein, um seiner selbst Willen, ist da schon seltener. Bei Freunden warscheinlich. Oder erwarten die auch so etwas wie eine Mitgliedsgebühr? Zumindest sollte man sich seinen Freunden gegenüber halbwegs un-scheiße benehmen, sonst wird man bald gemieden wie ein alter Toast. Aber braucht es nochmehr?

Ein Sprichwort sagt:“Ein Freund ist jemand der dich mag, obwohl er dich kennt“ wow, wie poetisch. Heist aber eigentlich, dass ich mich aufführen könnte, wie der letzte Besoffene in der u-Bahn. Meine Freunde haben das gefälligst zu mögen. Meine Neurosen, Probleme, Wutanfälle, Traumata, und Perioden gefälligst auch. Aber das klappt doch wirklich nur auf dem Kalenderblatt oder?

Desweiteren hört man auch oft den Satz:„Hey! Wenn das für dich ok ist, dann mach das so!“
Pädagogischen Weichspül-Schwachsinn nenn ich das. Wenn es für mich ok ist kleine Kinder zu verhauen, sie zu teeren und dann zu Federn, heißt das doch nicht, dass ich das machen sollte.
Nun ist es aber so, dass keiner denkt: „Ach ja heute mach ich mal die grausamsten Dinge die mir in den Sinn kommen!“
Nein- Jeder Mensch steht morgens auf und tut all die Dinge von denen er denkt sie seien ok.
Wenn man sich jetzt aber mal in der Welt umschaut taugen viele Dinge gar nicht. An dem „ich-mach-was-ich-will-weil -ich-mich-gut-dabei-fühle-Denken“ muss etwas nicht stimmen. Zumindest Kinderarbeiter, Zwangsprostituierte oder Obdachlose werden mir da zustimmen. Ich finde Drogenhandel zum Beispiel nicht ok. Andere anscheinend schon. Ich würde Kinder in Kriegsgebieten als Unding bezeichnen, manche finden das aber anscheinend auch ganz ok.

Vielmehr finde ich sollte man aufhören immer nur akzeptiert werden zu wollen. Klar, jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig, das steht außer Frage. love love love!! Es gibt trotzdem Rezepte die dich als Person tatsächlich noch erträglicher machen! Ist das nicht eine tolle Nachricht?
Höflichkeit zum Beispiel. Sag „danke“ „gut gemacht“ „Verzeihung“ oder „guten Tag“ ein bisschen öfter und du wirst merken das die uralten Benimmregeln einen Sinn ergeben!
Man kann es auch mit Bescheidenheit oder echtem Interesse versuchen. Aufhören, sich wie in der 7ten Klasse, gegen alles was von einer Autoritätsperson kommt zu wehren, nützt beim Kennenlernen neuer Menschen, beim Verlieben und beim Brötchen verdienen. Dazu noch gebildete Ausdrucksweise und du wirst selbst zur Autorität. (Zumindest über die Rhetorik). Das hat für mich auch nichts mit Einbildung oder Arroganz zu tun, denn etwas was vorhanden ist kann man schlecht dazuerfinden. Innere Werte zählen! Aber auch nur wenn man mit seinen „Innereien“ bezahlt, würde ich sagen. Ernst genommen werden wollen, egal wie bescheuert man sich verhältst, ist etwas für Neonazis. Die bestehen auch auf ihre Meinungsfreiheit, können aber nichtmal ihre Springerstiefel selber zubinden.

Also gut, Zuhause ist wo du Willkommen bist. Aber lass uns Mühe geben jemand zu sein, den man gerne wieder zu sich einlädt.

Gruß
Rebekka

P.S: An der Frau und dem Jungen auf dem Foto habe ich übrigens nichts auszusetzten, dass war einfach nur ein super Schnappschuss.

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4 Comments

  1. jobinski sagt:

    Von mal zu mal besser! Geil!

  2. coolio! Aber bleib ein bisschen Rebell!

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