Containerschätze.

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Taste the waste

Als Kind habe ich machmal davon geträumt in einen Supermarkt zu gehen und einfach alles mitzunehmen was mir gefällt, ohne dafür zu bezahlen. Süßigkeiten, Playmobilschlösser, Bobbycars… Man wird leider eines besseren belehrt. Geld regiert die Welt, Ohne Mooß nix los, Kohlen heizen den Ofen… Man kapiert schnell das man für das Rießenplaymobiltraumschloss mindestens bis Weihnachten warten muss, oder noch schlimmer, es sich ganz einfach abschminken sollte.

Heute bin ich ja schon groß. Ein Playmobiltraumschloss ist immer noch Hammer finde ich, doch man achtet irgentwann eher auf eine Warme Wohnung, spaßige Freizeit, gutes Essen oder schöne Klamotten. Ich dachte immer das man dafür arbeiten muss, um einen möglichst guten Standard von alledem zu erreichen. Also am allerbesten eine schöne warme Wohnung, teure Partys in der Freizeit, das beste Bio-fairtrade-vonhier-Essen und natürlich Marken-Klamotten. Klar könnte ich mir das alles erarbeiten. Doch der Nachteil ist das dem keine Grenze nach oben gesteckt ist. Wann hab ich denn dann genug? Und wo gibt es noch Besseres? Der Supermarkt ist niemals leer.

Ich bin auf einen anderen Trichter gekommen. Der hört sich für manche Menschen ziemlich hippiehaft an, schätze ich. Aber Schätzen ist ein gutes Stichwort. Ich schätze mehr das, was bereits da ist, als das, was ich haben könnte. Ein Versuch mit Kindern hat gezeigt, dass sie lieber einen älteren Donut essen, der vor Ihnen steht, als auf einen frischen Donut zu warten der irgentwann kommt. Das heißt sie wägen zwar ab, ob der neuere Donut nicht vielleicht besser wäre, entscheiden sich letzendlich aber lieber für den sofortigen Genuss.

Was ist an diesem Denken verkehrt? Unsere Überflussgesellschaft ist kein Kind von Traurigkeit wenn es um die Verschwendung von Ressourcen geht. Jeder von uns wirft im Jahr 80 kg Lebensmittel in den Müll. Lebensmittel. Weil wir zu viel gekauft haben, weil es verdorben ist, weil es nicht mehr schön aussieht.

In jedem Supermarkt in Deutschland landen täglich 50kg Lebensmittel. Im Angesicht der Tatsache das sich eine Milliarde Menschen, sich diesen Luxus nicht leisten können, wird es Zeit in den schrumpeligen Apfel zu beißen. Weniger kaufen, alles verbrauchen, übriges weiterschenken. In den Containern der Supermärkte stapelt sich, was die Hungernden der Welt, 2x ernähren könnte. Holt es raus! Oder werft es gar nicht erst rein!

gruß

rebekka.

P.S: Die Diashow zeigt Lebensmittel aus den Containern von Supermärkten in meiner Stadt. Vielen Dank für Ihren Einkauf. Weitere folgen.

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