Facebookalgorythmen

Jeder kennt es, jeder beklagt es, und jeder trägt dazu bei.
Unser blausoziales Netzwerk das wir ja so lieben und eigentlich hassen, wird zum Flohmarkt für alles. Ja, alles was nicht mehr neu aber auch zu schade zum wegwerfen ist, wird in Kartons und Kisten gepackt, fein säuberlich auf einer Picknickdecke ausgebreitet und zur Schau gestellt.
Aber sind wir mal ehrlich. Wer kauft denn wem noch etwas ab?
Jeder kann sich zeigen wie er möchte, und jeder tut es auch!
Das ist kein neues Thema, aber gewisse Dinge sind mir aufgefallen, ja gewisse Gesetzmäßigkeiten. Denn eigentlich reicht es 1 Jahr lang bei Facebook zu sein, der Rest ist reine Wiederholung.

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Frühling: „Ammersee mit meinen Bitches <3“ oder „Wow Sonnenstarahlen kommen durchs Fenster!“  dazu die passenden Fotos, natürlich mit dem Handy aufgenommen und mit Instagram in Szene gesetzt. Auch beliebt: Raureif auf Gräsern oder Tropfen in einem Spinnennetz. Zeit auch für eine neue Frisur. Frag doch vorher mal alle Freunde ob du dir jetzt die Augenbrauen wegrasieren sollst oder nicht. Und poste das Resultat mit einem Spiegelpic. Dafür bekommst du sicher viele Likes, „Wow“s und „Hübsche!“s. Frühling ist auch Jahreszeit der Verliebten. Wie wäre es also mit einem neuen Beziehungsstatus? Erst bei facebook ändern, dann live auf Partnersuche gehen. Denn online bekommt es sowieso jeder als erstes mit.

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Sommer: Badefotos, Bikinineuheiten, oder: nur den Eiskaffe to go im grünen Freibadgras ablichten und sharen. Zigarettenqualm der  spielerisch in  der Silhouette zu erkennen ist. Nackte Füße verschiedener Personen nebeneinander und die tollen Menschen gleich noch verlinkt. Dank Photoshop werden deine Partyfotos so gut, dass das dichte Gesicht nicht mehr auffällt, der Coctail aber schön zur Geltung kommt. „Grillen <3“, „Boa krass ist das heiß“ und „BAAGGAAASEEE!“ sind beliebte Statements.

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Herbst: Blöd das du dein Tattoo erst jetzt gemacht hast, denn nun ist es zu kalt um im Top herumzulaufen, sodass es jeder sehen könnte. Ach egal, zieh den Pullover schulterweit hinunter, damit jeder dein individuelles bedeutungsvolles Vogelmotiv sehen kann. Natürlich hast du es nur für dich gemacht, aber du lässt uns daran teilhaben, danke!  Am besten gleich unter die Oktoberfestbilder mischen und nach 4 Massbier um ein Lächeln für die Kamera bemühen. Herbst? Jahreszeit der  wehmütigen Gedichte, oder  lebensbejahende Sprüche wie „Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben.“  Das neue Arbeitsjahr beginnt. Toll das du ein Individualist bist und nach Autralien/Thailand/USA gereist bist, um dort Lebenserfahrung, und noch mehr Partyfotos zu sammeln. Du postest ab jetzt in Englisch, was deine weltoffene Art noch mehr unterstreicht.Congrats!

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Winter: Mit Mama und Papa zum Kinderlift. Aber das muss später keiner merken! Denn du hast eine Marken-Snowboardausrüstung wie die Profis, die du in Sibirien verwenden könntest, und was wirklich zählt sind keine Beweise für deine Backflips, nein nein. Es reicht dein Board im Schnee, oder deinen Germknödel auf der Hütte zu posten. „Pooowder“ mit möglichst vielen Ausrufezeichen!!!!  (Komisch, das wurde ja gar nicht viaHandy gesendet…) und dann geht es wieder von vorne los!

All diese Dinge sind aber noch harmlos. Viel schlimmer ist, dass Aufmerksamkeit bei Facebook zur Mangelware geworden ist. Darum werden die Beiträge  immer penetranter. Ich spreche von „JustinBieber vs. Justin Timberlake“ jetzt liken oder kommentieren, „Klicke in 3 Sekunden oder deine Oma stirbt“ und „Babys mit Riesentumoren, like wenn du ein Herz hast!“

Also gut postet Schwimmbad- und Shishafotos solange das mit den Tumoren wieder aufhört!Ich freue mich wahnsinnig auf eure Snowboardbilder!

gruß

rebekka.

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4 Comments

  1. bekkolo sagt:

    Nochmal für alle Menschen: Ich liebe euch! Und ich liebe eure Tatoos <3 Seid nicht so schnell eingeschnappt und lacht mal.

  2. Sven sagt:

    Ganz nett geschrieben aber man sieht, dass du noch am Anfang stehst. Die Botschaften, die du versuchst rüberzubringen, kommen komplett falsch an (behaupte ich mal so…).
    Dein Blog kommt nicht sachlich genug rüber, klar ist es super seine Emotion mit einzubauen, aber bei dir kommt es mir vor als wolltest du alle wortwörtlich »ankotzen«.
    Versuch es mal mit nem Ausgleich von positiven und negativen Meinungen, diese dann etwas magerer gehalten und du bekommst sicher mehr positive Feedbacks.

    Soviel zum Inhalt, zum äußerem Bild: Les dir deinen Text selber nochmal durch, es sind viele kleine Fehler enthalten, optisch könnte man es definitiv auch besser machen alleine von der Satzaufteilung her.

    Allgemein: Typischer 0815-Blog, nichts besonderes und auch nicht äußerst kreativ, Wortwahl is passabel und Schreibstil ist definitiv ausbaufähig.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sven

  3. rebekka. sagt:

    vielen Dank und Prost!

  4. rebekka. sagt:

    Kleine Änderungen, besser jetzt?

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