Mode & Scheiße.

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Hallo lieber Leser.
(lieben Gruß an die super-Sina!)

Ich war einkaufen. Muffinutensilien.
Dafür muss ich in meinem neuen Wohnort gar nicht weit laufen. Schon praktisch so eine Stadtwohnung.
Doch die Gegend in der ich hause ist schon ein wirklich kauziges Terrain. Wer denkt die zahllosen Omaaussstatter oder der 1€ Laden mit der lebensgroßen Hexenfigur im Schaufenster wäre der Höhepunkt der Geschmacksverirrung hat weit daneben gelangt. Es ist schlimmer, viel schlimmer!
Ich laufe also mit Mehl und Backpulver einen kleinen Umweg zu meiner Wohnung, denn ich bin ja jung und vital, da stoße ich auf DEN Laden. Er ist klein und ich werde ihn niemals betreten. Aber das Schaufenster ist schon Orakel des Unheilsamen genug, sodass Kucken von Außen genügt.

Das erste was mir ins Auge springt ist eine gebrauchte Tokio-Hotel-Cap für 3€!! Pfui Teufel, Second Hand schön und gut, aber ist es nicht schon Verbrechen genug dass diese Mützen überhaupt hergestellt wurden?
Nun gut, 3 Taler, immerhin könnte man damit seinen Fußabstreifer ausbessern.
So „welcome“ auf der einen und „good by Tokio Hotel“ auf der anderen Seite.

Es geht weiter, Traumfänger, Porzellaneier und Hundebilder
Ich muss kichern. Ein paar Spaziergänger drehen ihre Köpfe. Egal! Denn so was lustiges hab ich seit Carlie Chaplin nicht gesehen.
Budda in jeder Yogastellung neben einem Weidenkorb gefüllt mit Plastikblumen, grob geschätzt an die hundertausend Jahre alt.
Jetzt kann ich mir das Lachen aber nicht mehr zurückhalten. Da sollen die Omas mit ihren Gehwägelchen (die es übrigens nebenan gibt) ruhig kucken.
Die alten Damen haben warscheinlich die Vollausstattung im Wohnheim:
Bronzebong als Blumenvase für die Plastiorchideen mit Kristallosterhasen neben der Mittelalterstreitaxt.
Dieser Laden ist der Inbegriff der Fehleinkaufsmöglichkeiten. Wer mehr als einem Gegenstand, (ohne amüsierenden Hintergrund) in seinem Zimmer Asyl bietet, kann sich mit meinem Segen beim Musikantenstadel als tanzender Waldelf anmelden.
Nun gut, weiter:
Einhörner und Jesusse. Haha! Ich gehe in die Knie, nein, ich welze mich auf den
Pflastersteinen! Ist es ein Traum oder vereint hier wirklich jemand drei Weltreligionen zwischen Plastikgraffel, Gebrauchtdessous und gruseligen Türstopperfratzen?
Der Laden heißt übrigens „Mode&Geschenke“
Na da freu ich mich ja das ich am Donnerstag zwanzig werde!
Wer sich amüsieren will, dem schlage ich Public-viewing vor diesem Schaufenster vor!
So gut wie Kino, besser als Nichts und das beste an meinem Spaziergang!

Gruß
Rebekka

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